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Erfahrungsberichte & Beschwerden


Bericht: Hi, also ich hab grade ziemlichen Ärger mit einer Therapeutin bei der ich vor 3 Monaten ein Erstgespräch hatte. ich hatte die Dame damals per Brief angeschrieben (da sie telefonisch nicht erreichbar war) und ihr gesagt, daß ich ne Therapeutin suche und ob sie denn ne Warteliste oder so was hätte und ob sie kassenärztlich zugelassen ist und wenn nicht wie hoch dann ihr honorar ist.

Zurück kam ein netter Brief (4 wochen später) der auch noch recht freundlich war und wo ich dachte "hey, die ist ja ganz nett" Ich habe dann erneut versucht sie anzurufen (da sie mich drum gebeten hatte) - 2 wochen lang, Tag für Tag zu unterschiedlichstens Zeiten. Kein Anrufbeantworter und niemand ging ran. Ich kam mir schon richtig blöd vor. Dann habe ich ihr nochmal einen Brief geschickt mit der bitte mir die Zeiten zu nennen zu denen sie telefonisch erreichbar ist. Auf diesen Brief kam 3 Monate keine Antwort und ich hatte sie schon abgeschrieben als nen Antwortbrief im Briefkasten lag mit den Zeiten zu denen sie erreichbar war. Gut ich rief da an und nach weiteren vielen Versuchen war sie dann endlich mal da und da ich auf arbeit war konnte ich auch nicht ewig reden. wir verabredeten einen Termin für ein erstgespräch.

Bei dem Gespräch selbst sagte sie mir dann, daß sie schon zu alt wäre für kassenabrechnung, daß die Kasse aber evtl dennoch zahlen würde, wenn ich dort anfrage und dann gab sie mir so ne vorlage wo ich abschreiben sollte für die kasse.. mit begründungen warum ich ausgerechnet sie brauchen würde als therapeutin. Die Dame hörte schwer und fragte mich binnen 10 minuten 3 mal ob ich Geschwister habe. Mir wurde bereits im gespräch klar, das ich da höchst wahrscheinlich nicht hin wollte.

Dann gab sie noch mit ihren 5 geschriebenen Büchern und Fernsehauftritten an und mir wurde immer unwohler, weil ich das gefühl hatte es würde um sie gehen. Ich sagte dann ich würde mir das überlegen (da ich gerne immer ne nacht drüber schlafe, auch wenn mir Entscheidungen klar erscheinen) und sie meinte das solle ich auch und mit der kasse reden und dann eben sehen ob ich mit ihr könnte oder nicht und ihr in den nächsten wochen dann bescheid sagen, schriftlich würde es genügen und da wir ja schon da wären würde sie gerne noch nen paar informationen von mir haben und dann drückte sie mir nen stift in die Hand und nen Blatt wo ich dann draufschreiben sollte wie alt ich bin etc,.. nen kurzer lebenslauf, sie sah den an und fragte ein zwei sachen und dann liesen wir es dabei.

Ich hab ihr dann zwei wochen später schriftlich mitgeteilt, daß ich das Therapieangebot bei ihr nicht annehmen möchte und das auch begründet. Und ich hörte nichts mehr von ihr.. bis heute. Da kam eine Rechnung über 82 Euro für ein therapeutisches Gespräch.

Ich finde das ne Frecheit, denn erstens ging ich bis ich bei ihr war davon aus sie wäre kassenärztlich zugelassen und zweitens als ich dann wusste, daß sie es nicht war, dachte ich das Erstgespräch wäre umsonst. Sie hat zu keinem Zeitpunkt gesagt, daß sie dafür was berechnet und auch nicht wie viel und ich kam auch nicht auf den Gedanken nachzufragen da ich zuvor noch nie was für nen erstgespräch gezahlt habe, ausser wenn die Leute mir das bereits am telefon gesagt haben.

Und nun schickt sie mir nach 3 monaten eine Rechnung über ihren vollen Stundensatz für eine Stunde in der sie mir gesagt hat das sie nicht kassenärztlich zugelassen ist und dann nur meine daten erfasst hat weil sie das schonmal wollte. Ich fühle mich da ziemlich verarscht. Und die Rechnung hat auch noch nen datum von vor 4 wochen... gott sei dank arbeitet die Post mit stempeln, den sonst wären bereits 4 wochen der zahlungsfrist (die keine ahnung wie hoch ist) abgelaufen.

Ich hab keine ahnung ob ich das zahlen muss, aber ich bin der Auffassung, daß man sowas eigentlich bereits am Telefon sagen müsste als Therapeutin, sonst kann man sein honorar für so ne stunde ja ganz nach belieben stellen danach. "ah, die klientin bleibt dann kostet es 60 euro. was sie bleibt nicht dann machen wir 80" denn alle anderen privaten die ich bisher angerufen habe, haben das auch getan sammt der Nennung ihres Honorars..

mfg eine sehr saure, motzende, beschwerdende

Angela Reißing (7.10.2003)


Kommentar: Genauso stellen wir uns nicht vor, daß das Geschäftsgebaren von AnbieterInnen aussehen sollte - und wahrscheinlich sehen auch die meisten AnbieterInnen das nicht anders. Hinsichtlich der Frage, ob das Geschäftsgebaren der Therapeutin, wenn schon in keiner Weise akzeptabel, dann aber doch wenigstens legal war (die Honorarforderung also womöglich zu recht besteht), ziehen wir im Moment Erkundigungen ein.
(Red., H.D., 28.10.2003).

Nachtrag: Unsere Erkundigungen ergaben folgendes: Allgemein ist es üblich, daß bereits bei der telefonischen Terminvereinbarung darüber gesprochen wird, was das Gespräch kosten wird - sofern es nicht als probatorische Sitzung mit der Krankenkasse abgerechnet werden kann (was in diesem Fall ja ausgeschlossen war). Rechtens ist scheinbar auch noch, wenn die Frage der Kosten zu Beginn des Gespräches geklärt wird. Wenn zu diesem Zeitpunkt die Kostenfrage angesprochen wird und es - zumindest theoretisch - noch möglich ist, sich mit einem "Nein, das ist mir zu unsicher, ich kann / möchte nicht selbst zahlen" zu verabschieden, diese Möglichkeit aber nicht wahrgenommen wird - besteht, so unsere Information, Zahlungspflicht. Wenn das Kostenthema erst mitten im Verlauf des Gesprächs, am Ende oder gar nicht zur Sprache kommt, besteht keine Zahlungspflicht. Soweit die Theorie. In der Praxis ergibt sich - da in solchen Fällen meist Aussage gegen Aussage steht - die Unsicherheit, wie ein Gericht die Situation wahrnimmt und bewertet.

Wie die rechtliche Lage sich im konkreten Fall genau darstellt und ob es noch andere Gründe gibt, die gegen eine Zahlungspflicht sprechen, läßt sich von uns nicht beantworten. Bevor eine Klage riskiert wird, sollte jedenfalls unbedingt ein Rechtsanwalt beigezogen werden. Dies wird möglicherweise auch die AnbieterIn beherzigen - und klugerweise auf den Klageweg verzichten.
(Red., U.S. & H.D., 13.11.03 / 13.3.05)

 

AutorIn: H.D. - Text: bericht_2.sdw - Aktualisiert: 12.03.05

 

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