Ziergrafik Ziergrafik Informationsbüro für Psychotherapie & Alternativen Ziergrafik  
Ziergrafik        
Ziergrafik

 

 

   
         
Ziergrafik Netzwerk

Netzwerk / Home

 
  Infobuero

Informationsbüro

 
  Forum

Forum

   

Ordner

Fragen & Antworten (FAQ)

    Ordner

Erfahrungen & Beschwerden

     

Dokument Erfahrungsberichte

    Ordner

Meinungen & Berichte

    Ordner

Diskussionsforum

 
  Suchen

Suchen

  Tipps

Benutzungstips

  Sitemap

‹bersicht / Sitemap

  Kontakt

Kontakt / Impressum

 
  Vesuv

V E S U V e.V.

Erfahrungsberichte & Beschwerden


Bericht: Vor insgesamt inzwischen sieben Jahren hielt ich es für eine gute Idee eine Psychotherapeutin aufzusuchen, die mir bei meiner Angstproblematik helfen sollte. Ich bekam nämlich aus heiterem Himmel Angstattacken und andere körperliche Symptome, die mich daran hinderten, ein schönes, abwechslungsreiches und angstfreies Leben zu führen. So begab ich mich in einer Verhaltenstherapie obwohl mir die Therapeutin zu beginn der Behandlung sagte, ich müsse eigentlich eine andere Form der Therapie in Anspruch nehmen. Welche verschwieg sie und bat mich aber dazubleiben. Sie würde versuchen alles unter "einen Hut" zu bekommen. Ich war insgesamt 4 Jahre offiziell bei ihr Patientin aber wir blieben danach "befreundet" und hatten noch zwei weitere Jahre intensiven Kontakt.

In dieser Therapie wurde weder geheilt, noch im Sinne des Patienten gehandelt. Ich wurde in dieser Therapie mental und emotional höchstgradig abhängig von der Psychologin und geriet in einen Teufelskreis. Statt meine Selbstständigkeit zu steigern, forcierte die Behandlerin meine Abhängigkeit. Sie machte stets auf sich aufmerksam, indem sie mir Schokolade in den Briefkasten warf, unangemeldet bei mir zuhause eintraf mit Lebensmittel oder Obstwaren (ich war weder Not leidend noch hilfsbedürftig dahingehend), sie mich ständig ungefragt und innig umarmte, mir Karten aus dem Urlaub schrieb, Souvenirs mitbrachte, oder mir Verbundenheitsgegenstände schenkte u.s.w.

Ich sei wie ihr drittes Kind, sagte sie zu mir ! Und so behandelte sie mich auch. Anfangs war ich überrascht über ihre Methoden und später leider geschmeichelt. Allerdings war ich auch sehr schüchtern und traute mich nicht zu widersprechen. Und so lies ich vieles geschehen. Irgendwann als ich dann abhängig war, deshalb meine Beziehungen zu anderen Menschen zerbrochen waren und ich nur noch die Therapeutin hatte, nutze sie die Gelegenheit und zog mich zu Arbeiten heran. Ich kaufte auf ihr Geheiß für sie ein, besorgte Unterwäsche für ihren Ehemann, schrieb von anderen Patienten die Gutachten mit dem Computer nach einem Schema ab weil sie sich damit schwer tat wie sie selber sagte (beweisbar, da ich noch einige auf dem Computer habe), holte ihre Bücher von Buchhandlungen ab und Privatfotos vom Fotolabor. Ich sollte sie zum Arzt begleiten, ihre Praxis streichen und für sie regelmäßig Mittagessen kochen. Sie verlagerte nämlich die Stunden zu mir nach Hause und bestand immer auf eine warme Mahlzeit.(ohne sich an den Kosten zu beteiligen).

Später brach sie sogar noch ihre Schweigepflicht, aber das alles zu erzählen und zu erklären ist beinahe unmöglich.

Sie denken, dass ich mir das alles ausdenke ? Weit gefehlt ! Ich habe durch diese Therapie ein Trauma erlitten und mein Leben lag bis vor kurzem wegen dieser Therapeutin, dieser Therapie und den Behandlungsmethoden in Schutt und Asche.

Mir geht es schlechter als zuvor.

Um meine traumatischen Erlebnisse aufzuarbeiten und andere Menschen vor diesen falschen und schadenden Methoden zu warnen, habe ich ein Buch geschrieben. (Nur die Zeit heilt alle Wunden) Als kleine Anschauung der Ereignisse, habe ich in bildlicher Form eine kleine Persiflage in humoristischer Form angefertigt. Obwohl das ganze allerdings weniger zum Lachen ist.

Ich kann nur jedem Patienten einer Psychotherapie raten, mit offeneren Augen zu sehen!

M. Schumann (27.10.2003)


Kommentar: Wir haben schon von ähnlichen Therapieverläufen berichtet bekommen, aber nie mit einer solchen Fülle von Verstößen gegen alle möglichen therapeutischen Spielregeln (vgl. unseren Psychotherapievertrag, Punkt 9, Aufklärungspflichten und angemessenes AnbieterInnenverhalten). Es ist kaum zu fassen, daß derartiges möglich ist.

Daß Frau Schumann diese Erlebnisse trotz allem irgendwie verkraften und auch noch in produktiver Weise umsetzen konnte, ist ein Glücksfall. Wenn Sie den kompletten Text der Beschwerde lesen, finden sie auch einen Link auf eine bitter-humoristische Variante ihrer Beschwerde, die Sie sich ansehen sollten. Da läßt sich herzlich lachen - bis einem das Lachen im Halse stecken bleibt, wegen der bitteren Realität, die dahinter steckt.

Wir meinen, daß andere PatientInnen die Möglichkeiten nutzen sollten, sich selbst ein Bild von dem zu machen, was eine auf den ersten Blick "warm und menschenfreundlich, geradezu freundschaftlich" erscheinende, aber unsachgerecht durchgeführte Therapie bewirken kann. Deshalb verweisen wir hier ausnahmsweise, aber ausdrücklich auf das Buch von Frau Schumann: M. SCHUMANN (2003), Nur die Zeit heilt alle Wunden, Norderstedt (Books on Demand), ISBN 3-8311-4854-6, 160 S., 9,- EUR. (Red., H.D., 28.10.2003)

Hier geht es zur bitter humoristischen Variante der Geschichte von Frau Schumann (mit Karikaturen):
Zum lesen und herunterladen (Acrobat Reader benötigt): PDF-File (246 kB)

 

AutorIn: H.D. - Text: bericht_3.sdw - Aktualisiert: 12.03.05

 

Suchen

Suchen

Sitemap

Sitemap

PDF-Version

Download (PDF)

Kontakt

Kontakt

Seitenanfang

Seitenanfang

Infobuero

Möchten Sie uns Ihre
eigenen Erfahrungen
mitteilen..?

Möchten Sie
eine Anmerkung
machen..?