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Klientenzentrierte Kindertherapie

Verfahrens-Kurzbeschreibung

Begriff: Die Klientenzentrierte Kindertherapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren auf psychologischer Grundlage, das überwiegend spielorientiert ist.
Andere Bezeichnungen: Personenzentrierte Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen; Klientenzentrierte /kindzentrierte/ personenzentrierte/ nicht-direktive Spieltherapie/Kindertherapie.
Verwandte Verfahren: Gesprächspsychotherapie (GT = Klientenzentrierte Psychotherapie), Klientenzentrierte Gesprächsführung, Personenzentrierte pädagogische und psychotherapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Kindertherapie (allgemein).

Geschichte: Virginia Axline begann in den 40er Jahren in den U.S.A. Rogers Therapieansatz der "Klientenzentrierten Psychotherapie" auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu übertragen. Im Gegensatz zur Klientenzentrierten Psychotherapie für Erwachsene ist die Klientenzentrierte Kindertherapie in Deutschland weniger verbreitet und auch weniger gut erforscht. Allerdings wird die "personenzentrierte pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen" in der schulischen und außerschulischen Erziehung, im Eltern- und LehrerInnentraining angewendet.

Ziele: Heilung psychosomatischer und psychischer Störungen, Verringerung emotionaler und sozialer Verhaltensstörungen, Förderung seelischen Wachstums, Nachreifung von Entwicklungsstörungen, Verbesserung der allgemeinen Lern- und Leistungsfähigkeit bei neurotischen Lern- und Leistungsstörungen. Geeignet für Kinder im Alter von etwa 2-12 Jahren.

Vorgehensweise: Das Therapieverfahren wird als Einzel- und Kleingruppen- (2-3 Kinder) und Gruppentherapie (4-8 Kinder) angeboten. In der Regel ist die Therapie mit dem Kind in eine (klientenzentrierte) Familientherapie eingebettet oder wird von ausführlicher Elternarbeit begleitet. Da das Spiel das Hauptmedium der Therapie ist, finden die Sitzungen in einem Spielzimmer statt, das mit einer Vielfalt an Spielsachen ausgestattet ist. Das Kind darf selbst entscheiden, welche Spiele es, wie lange und auf welche Art spielen möchte. Die TherapeutIn bemüht sich um die klientenzentrierte Grundhaltung (vgl. Artikel zur Gesprächspsychotherapie) mit Einfühlung, Wertschätzung/Respekt und Echtheit. Die TherapeutIn hat die Rolle einer einfühlsamen BegleiterIn, die überwiegend durch Mitspielen und durch nichtsprachliches Handeln, selten auch durch Sprache mit dem Kind in Kontakt steht. Das Spielgeschehen wird als Symbol für seelische Vorgänge erlebt, ohne daß die TherapeutIn das kindliche Spiel sprachlich deutet oder analysiert.

Theorie: Siehe Gesprächspsychotherapie. Das Spiel ermöglicht dem Kind entsprechend seinem Entwicklungsstand sowohl einen nichtsprachlichen, handlungsorientierten Ausdruck als auch die Verarbeitung von Problemen.

Ethische Unbedenklichkeit: Siehe Gesprächspsychotherapie.

Erprobtheit und Risiken: Es gibt unseres Wissens keine spezifischen Risikostudien. Von daher kön­nen über Gefahren, Risiken und Kontraindikationen keine zuverlässigen Aussagen gemacht wer­den. Deshalb muß das Verfahren hinsichtlich möglicher Risiken als nur begrenzt erprobt angesehen werden.

Wirksamkeit: Der überwiegende Anteil der kontrollierten Studien zur Klientenzentrierten Kindertherapie bezieht sich auf Heimkinder. Hier konnten Verbesserungen in der sozialen Anpassung, Abnahme von Verhaltensstörungen, Abnahme von Neurotizismus, verbesserte Intelligenzleistung, gößere Flexibilität im Denken erzielt werden. Die Ergebnisse der unkontrollierten Studien gehen in die gleiche Richtung. (Studien 1947-1972, in: Goetze - Jaede) Im pädagogischen Bereich wurden ebenfalls umfangreiche kontrollierte Untersuchungen durchgeführt: personenzentriert arbeitende Lehrkräfte erzielten bei ihren SchülerInnen ein höheres Leistungsniveau, stärkeres selbständiges Denken, spontaneres Verhalten und stärkere Eigeninitiative. (Rogers in: Corsini).

Zusammenfassung: Ethisch vertretbar. Begrenzt erprobt. Mit ausreichendem Wirkungsnachweis für bestimmte kindliche Störungen.

Verwendete Literatur:

1015

ROGERS, CARL R. (1991): Therapeut und Klient - Frankfurt/M. (Fischer)

1030

GOETZE, HERBERT - JAEDE, WOLFGANG (1974): Nicht - direktive Spieltherapie - München (Kindler)

1076

SCHMIDTCHEN, STEFAN (1982): Indikation zur Spieltherapie; Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz (Kohlhammer); in: BENECKEN, JÜRGEN (Hrsg.), Kinderspieltherapie,S.18-37

1091

SCHMIDTCHEN, STEFAN (1976, 2. Aufl.): Klientenzentrierte Spieltherapie - Weinheim, Basel (Beltz)

1295

AXLINE, VIRGINIA M. (): Dibs - München (Knaur)

Web-Adressen zum Thema:
AnbieterInnen-Verbände: siehe Gesprächspsychotherapie.

 

AutorIn: C. Webinger (1994), überarbeitet (2002) - Text: vw_gtk2-b - Aktualisiert: 05.11.02

 

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